maispace
Neue politische Plattform für Freiberufler im Medien- und Kreativbreich

Beginnend mit einem Vortrag des englischen Kulturwissenschaftlers Richard Barbrook startet eine Veranstaltungsreihe unter dem Thema "contemporary labour", die versucht, lokal in Wien, der immer größer und wichtiger werdenen Gruppe der freien Medien- und Kreativ-Schaffenden eine politische Stimme zu verschaffen.
Neben den berufsbedingten Netzwerken, die der Auftragsakquise und Kontaktpflege dienen und die lokal in der Szene ebenso verortet sind wie im Netz über Tools wie XING, Facebook etc., fehlt eine solche Vernetzung im Bezug auf soziale, arbeitsrechtliche und politische Belange fast vollständig. Der Solidarisierungsgrad im Hinblick auf Stichwörter wie "Selbstausbeutung", "Prekariat", "Generation Praktikum" usw. ist fast gleich null.
Hier setzt "contemporary labour" an und versucht, in dieser Zielgruppe mit einer Vortrags- und Veranstaltungsreihe im QDK (Quartier Digitaler Kunst) im Wiener Museumsquartier einen Prozess verstärkter Bewußtseinsbildung in Gang zu bringen.
Im ersten Vortrag von Barbrook ging es um ein neues Bild des Arbeitens, in dem er interessante Parallelen zwischen der heutigen "Kreativen Klasse", den ersten Fabriksarbeitern der industriellenRevolution und dem Handwerkertum ("Digital Artisans"). Nachzulesen auch auf der Website zu seinem Buch (The Class of the New), auf das er sich hierbei bezogen hat. Das Buch ist übrigens unter einer Creative Commons Lizenz erschienen und als PDF frei herunterladbar.

Ein bedenkenswertes und sehr interessantes Moment seines Vortrags war es, dass es der "kreativen Klasse" nun im Gegensatz zu ihren Vorgängern möglich ist, dank der Netztechnologien (wieder) die volle Kontrolle über die Produktionsmittel zu übernehmen, wie es die klassischen Handwerker seit jeher tun.
Alles in allem auf jeden Fall wert, eine kleine Kolumne für die Netzkultur von Radio Ö1 zu schreiben. Auch als Ankündigung eines Events namens "maispace", der sich bewußt an den klassischen Wiener Solidarisierungs-Event am 1.Mai anhängt. Vis-a-vis des Rathauses neben dem Burgtheater, ab 11:00 Uhr










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